besser denken - leichter leben


Das Positive Denken

War ja einmal ganz große Mode. Davon ist leider nicht mehr viel übriggeblieben. Ja es gibt sogar Fachleute, die es für nötig halten, über das Positive Denken die Nase zu rümpfen und es als Diletantismus hinzustellen. Kein Wunder, es wurde doch häufig etwas zu viel versprochen, und mit Heilsversprechungen gearbeitet, die an der Praxis vorbeigingen.

Das braucht aber nicht dazu führen, alles in Bausch und Bogen zu verwerfen und sich weiterhin mit Negativem Denken selbst ein Bein zu stellen. Denn dass das Negative Denken (alles ist/wird furchtbar) funktioniert, das können wir ganz leicht beobachten - vor allem bei den anderen.

In die verkehrte Richtung funktioniert es auf jeden Fall. Es ist kinderleicht, eine Situation mit der Einstellung; "alles wird schlecht / schwer / schrecklich / unmöglich usw." zu verschlechtern. Doch eine Situation nur mit der Grundeinstellung „alles ist/wird super“ verbessern – so einfach geht das leider nicht.


Ja was ist dann Positives Denken, wie denkt man positiv ?
Es gibt zahlreiche Bücher die das beschreiben. Ich hab einige gelesen und mit keinem war ich hundertprozentig zufrieden. Ich spinne dieses Thema aber weiter weil ich überzeugt bin dass da noch viel drin ist. Das Positive Denken ist eine Einstiegsdroge zum Thema Denken – dem faszinierendstem Labyrinth das man sich vorstellen kann. Denn es beginnt damit dass man überhaupt erst einmal erkennen muß dass man über ein und dieselbe Situation verschieden denken kann. Das ist schon für viele Leute ganz und gar nicht verständlich. Und es geht weiter mit der Frage was denn eigentlich positiv ist. Denn die Eigenschaften bekommen ihren Wert erst im Zusammenhang mit der Situation. So hat z.B. das Adjektiv "trocken" an und für sich keinen Wert. Eine "trockene Wäsche" ist für die meisten Hausfrauen etwas positives während "ein trockenes Feld" für einen Bauern etwas negatives sind. Aber "trocken" allein ist noch keine Wertbestimmung.

Ich versuchs einmal mit zwei Beispielen:

Nehmen wir einmal an, ein Positiv Denker und ein Negativ Denker sitzen in einem Flugzeug in welchem die Durchsage kommt: „Wir können wegen eines technischen Defekts leider das Fahrwerk nicht ausfahren, bitte anschnallen, Brille abnehmen, Hände über den Kopf und Embryo-Stellung einnehmen“ - Beide wissen dass so eine Situation sowohl gut wie auch schlecht ausgehen kann. Jetzt denkt sich denkt der eine: „Es wird schon irgendwie gut gehen“ währenddem sich der andere „um Gotteswillen, jetzt ist alles aus“ denkt.

Nehmen wir jetzt noch an während der Bauchlandung geht irgendwas schief, die Maschine kommt von der Landebahn ab, kracht gegen ein Hindernis, Positiv- und Negativ-Denker sind beide tot.

Also war das Positive Denken für die Katz, tot ist tot - so oder so und der Negativ-Denker hat Recht gehabt! Wirklich? Wie sind denn die 20 Minuten zwischen der Ankündigung des Defekts und dem "endgültigen Aus" verlaufen? Der eine hat sich, wenn nicht gerade glücklich, so zumindest relativ erträglich gefühlt,
währenddem der andere die letzten Minuten seines Lebens in Angst und Entsetzen verbracht hat. Dieses „Es wird schon gut gehen“ hat hier zumindest ein besseres Gefühl gebracht - wenn auch das Endergebnis nicht zu beeinflussen war. Anders gesagt: Selbst wenn das Endergebnis absolut nicht zu beeinflussen ist, dann hat dieses „Es wird schon irgendwie gut gehen“ seine Berechtigung. Wäre die Landung aber glücklich verlaufen, so hätte sich der Negativ-Denker umsonst mit seinen Horror-Vostellungen gequält.

Doch Vorsicht: Dass eine generell negative Bewertung bzw. Hypothese falsch ist, heißt noch lange nicht dass eine generell positive Bewertung richtig ist. Das ist so schwer zu durchschauen, weil das Positive Denken den anscheinend unüberbietbaren Vorteil hat, dass es vom Zeitpunkt der Erstellung einer positiven Hypothese bis zum Eintreten des Ereignisses ein angenehmes Gefühl hervorruft. Das hebt aber nicht den schwerwiegenden Nachteil auf, dass ein Außerachtlassen von möglichen negativen Ereignissen (Gefahren) zu Katastrophen führen kann.

Spielen wir daher in unserem Kopf jetzt einen anderen Film ab:

Eine zweispurige Straße mit unübersichtlichen Kurven und ein Super-Typ mit Super-Sportwagen braust darauf durch die Gegend. Jedesmal wenn er an einer unübersichtlichen Stelle einen Wagen überholt, denkt sich der Super-Typ
:
„Es wird schon gut gehen!“
- - Früher oder später geht's dann aber so etwas doch nicht gut. Hier war zwar das Gefühl während der Aktion gut, das Endergebnis (was hier mit einem anderen Verhalten zu beeinflussen gewesen wäre) war aber schlecht. In diesem Falle war dieses „es wird schon gut gehen!“ nicht Positives Denken sondern nur Leichtsinn !!!
Ja wäre dann das Negative Denken „Da darf ich jetzt nicht überholen, weil da könnte ich einen Frontalcrash bauen“ besser gewesen? Es wäre besser gewesen und es wäre vor allem kein Negatives- sondern ein realistisches/angepasstes Denken gewesen. Wirklich negativ ist hier der unfallauslösende Gedanke: „Ich kann doch unmöglich mit meinem Superauto hinter diesen langsamen Kröten dahinkriechen“.
Positives Denken sähe dann eher so aus: Ich kann mich den Gegebenheiten anpassen - - wenn der so langsam fahren kann, werd ich's wohl auch können - - ich mach aus jeder Situation das Beste und das ist jetzt - -
  hinterhertuckeln, das Radio einschalten oder den CD-Player, etwas entspannen und erst überholen wenns übersichtlich wird.
Aufmerksame Leser werden es schon bemerkt haben: Das letzte Beispiel ist eigentlich weder positiv noch negativ sondern eher realistisch - von der Denkform her. Betrachtet man aber das bessere Endergebnis dann ist das eindeutig positiv. Positives Denken ist also kein oberflächliches Schönreden einer unangenehmen Situation sondern die Optimierung der eigenen Einstellung zur jeweiligen Situation.

Negatives Denken funktioniert von selber, Positives Denken will gelernt sein !!!
Positives Denken erscheint auf den ersten Blick als einfache Sache. Aber um zu den vielfältigen Formen der Aufgaben und Belastungen eine wirklich positive Einstellung finden (die ein gutes Gefühl und ein gutes Ergebnis bringt) dazu braucht es Übersicht, Besinnung und - - - ÜBUNG.

Das ist aber auch das Drama mit den Büchern von Murphy u. Co.:
Man liest sie durch, findet etwas Brauchbares darunter, langweilt sich zum Teil, geht vielleicht mit ein paar Ansichten auf Widerstandund, findet mit etwas Glück und Aufmerksamkeit auch etwas das einem ein Licht aufgehen läßt - und dann - - geht alles ziemlich gleich weiter.
Man schlägt vielleicht einmal nach wenns einem schlecht geht - und da ist man dann eher in der
Stimmung alles abzulehnen und findet auch noch bevorzugt die Stellen, die nicht besonders gut sind. Aber es geht im Leben in der Regel auf und ab, und so sind wir zumindest zeitweise in einer guten Verfassung. Und in dieser Stimmung können wir die Welt nicht nur heiterer sondern auch weiter sehen.
Die Engstirnigkeit, die in Zeiten von Missmut und Ärger unser eigener Feind ist,
lässt in guten Zeiten nach und da kann man dann auch an sich selbst arbeiten. Ja arbeiten, denn Positives Denken will geübt sein, es verlangt von uns dass wir lernen die Situationen von verschiedenen Standpunkten zu betrachten, dass wir uns unserer Gedanken bewusst werden und diese Gedanken bei Bedarf auch verändern können - und das braucht Zeit und Mühe. Doch diese Zeit und Mühe ist eine Investition die sich auf vielfältige Weise lohnt.
Man kann die Dinge ruhig so sehen wie sie sind - aber erstens ohne Übertreibung des Unangenehmen und zweitens mit der Offenheit für eine Änderung zum Angenehmen.
Man braucht sich nicht einreden dass Klo-putzen eine schöne und lustige Arbeit ist !!!
Aber man kann sich bewußt machen dass man auch da eine wichtige Arbeit tut, dass man seinen Beitrag an der Gemeinschaft leistet, dass ein sauberes Klo auch einem selber besser gefällt, dass diese Arbeit ja keine Ewigkeit dauert und dass man solche Kleinigkeiten doch leicht wegstecken kann usw.
Bei einer positiven Einstellung zu den Problemen/Aufgaben fällt es uns wesentlich leichter locker zu bleiben, einen klaren Kopf zu behalten, uns zu konzentrieren und unsere Fähigkeiten einzusetzten.
Ich will jetzt keine weiteren Beispiele und Geschichten zu den Folgen von negativen oder Positeven Denken anführen - das könen die Autoren der betreffenden Bücher viel besser. Und solche Bücher sollte man ruhig mehrmals lesen und nach Möglichkeit mit anderen Lesern diskutieren. Wobei es besonders nützlich wäre, die Rolle des Anzweiflers und Befürworters zu tauschen.

Alle unsere Aktivitäten zielen in der Regel darauf ab, durch eine
Veränderung der Situation eine Verbesserung unseres Gefühls zu erreichen.
Das funktioniert auch sehr oft, aber nur zu oft auch nicht.

Noch erfolgloser wird häufig versucht den Partner, die Kollegen, die Kinder, die Eltern usw. zu ändern, damit man sich selbst besser fühlt. Wenns dann nicht klappt dann versucht man noch den Druck zu erhöhen und in weiterer Folge Gewalt anzuwenden.

Wäre es da nicht wesentlich leichter die Verbesserung des Gefühls durch eine Veränderung des Denkens zu erreichen ???

 


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Napoleon Hill ist einer der erfolgreichsten Autoren auf dem Gebiet der Lebenshilfe. In Erfolg durch
positives Denken,

mit über 20 Auflagen
längst ein Klassiker,
zeigt er, wie nur kleine Veränderungen in der eigenen inneren Einstellung zum großen Erfolg
führen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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